Artikel 5
Die Vorsehung Gottes
Zur Durchführung Seines ewigen Ratschlusses erhält, lenkt und regiert Gott alle Kreaturen, Handlungen und Ereignisse1 – von den größten bis zu den kleinsten2 – durch Seine vollkommene, weise und heilige Vorsehung3. Deshalb stirbt beispielsweise ein Mensch nicht erstursächlich an seiner Krankheit oder aufgrund eines Unfalls, sondern am Willen Gottes4. Die übergeordnete Ursache für alle menschlich gewollten, ungewollten, zufälligen oder naturgesetzlichen Vorkommnisse ist letztendlich immer die Vorsehung Gottes5. Durch sie fügt Er alle Dinge bis ins Detail hinein so, dass sich nichts anderes entwickeln kann als allein die pünktliche Erfüllung Seiner heilsgeschichtlichen Ziele und die Vollendung Seiner Heiligen. Als Gläubige sind wir also nicht dem freien Spiel von Menschen, Teufeln, Zufällen oder Kräften der Natur ausgesetzt, sondern allein den weisen Fügungen der göttlichen Vorsehung, die uns ausschließlich zum Besten dienen6, sodass es keinen Grund gibt, gegen Menschen, Umstände oder gar gegen Gott zu hadern7.
Bibelstellen
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Kolosser 1,17; Psalm 135,6; Sprüche 16,9; Psalm 103,19; Apostelgeschichte 17,28; 1. Timotheus 6,15 ↩
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Matthäus 6,26-30; 10,29-31 ↩
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Jesaja 45,9; Sprüche 16,33; Amos 3,6; Jesaja 45,7 ↩
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Psalm 31,15-16; Hiob 14,5; Psalm 39,4-5 ↩
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1. Mose 45,8; Johannes 19,11; Sprüche 16,4 ↩
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Römer 8,28; Epheser 5,20 ↩
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Klagelieder 3,34-39 ↩