Arche Bremen

Artikel 7

Die Auserwählung und der Gnadenbund

Der Abstand zwischen Gott und Mensch ist so unermesslich groß, dass der Allmächtige ihm gegenüber zu nichts verpflichtet ist1, auch dann nicht, wenn der Mensch alle seine Schuldigkeit vor Gott erfüllen würde2. Darum geschieht Gottes Zuwendung niemals aus Verpflichtung, sondern aus freiwilliger Herablassung. Sie war auch der Grund für Gottes Gnadenbund3, den Er gestiftet hat, nachdem sich der Mensch durch seinen Fall selbst unter Verdammnis gebracht hatte. Dieser Bund ist bereits im Alten Testament sichtbar, im Evangelium aber voll offenbart4. Er beruht auf dem Bundesschluss, der zwischen dem Vater und dem Sohn bezüglich der Errettung der Auserwählten von Ewigkeit her bestand5. Durch die Gnade dieses Bundes wird Sündern in Jesus Christus Erlösung und ewiges Leben angeboten, das diejenigen freudig im geforderten Glauben6 ergreifen, die dazu bestimmt sind und deshalb durch den Heiligen Geist zum Glauben willig und fähig gemacht werden7.

Bibelstellen

  1. Psalm 113,4-6; 5. Mose 32,4+39; 2. Samuel 10,12; Jesaja 46,9; Psalm 50,21; 97,9

  2. 1. Chronik 29,14; Hiob 22,2-3; Lukas 17,10; Römer 11,35

  3. Hebräer 8,10-13; 10,15-17; Epheser 2,12-13; Hebräer 9,15

  4. Römer 16,25-27; Epheser 3,5

  5. Johannes 17,9+24; Epheser 1,3-11; 2. Timotheus 1,9

  6. Johannes 3,16; Römer 10,9; Galater 3,11

  7. Hesekiel 36,26-27; Johannes 6,44+65

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