Artikel 14
Buße und Bekehrung
Wenn einem Menschen durch das Wahrnehmungsvermögen1 des ihm geschenkten Glaubens die Sicht für geistliche Dinge aufgegangen ist2, erkennt er sofort die Boshaftigkeit seiner gefallenen Natur, wie sie dem heiligen Wesen Gottes widerspricht und wie sie gerechterweise ewige Verdammnis nach sich ziehen muss. Darum ist ein solcher Mensch schmerzlich über seine Sünden betroffen, dass er sie bekennt, sich von ihnen abwendet und sich zu Christus bekehrt, was eine Gnade und Gabe Gottes ist3. Wenn diese Umkehr auch nicht unsere Sünde tilgt – das tut allein Jesus Christus durch Sein Blut –, darf dennoch niemand ohne sie Vergebung erwarten. Darum ruft die Bibel alle Menschen auf, Buße zu tun und sich zu bekehren4. Während die Wiedergeburt ein einmaliges und sich nicht wiederholendes Ereignis5 ist, ist Sündenerkenntnis, Buße und Umkehr von der Sünde jedoch ein Leben lang immer wieder vonnöten6.